Die BGM gehört zu den Reflexzonenmassagen und ist wie diese auf rein empirischer Basis entwickelt worden.

Mit den Techniken der BGM werden zum einen Verklebungen in der Unterhaut gelöst und zum anderen über Reflexwege Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen genommen.

Die Grundlage der Bindegewebsmassage ist der Tastbefund des Gewebes. Dabei versucht der Therapeut folgende Fragen zu beantworten:
  1. Wie hoch ist der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes?
  2. Finden sich Rheumaknötchen in der Unterhaut?
  3. Bestehen Spannungsunterschiede in der Muskulatur?

Während der Behandlung kommt es zu starken Rötungen in den behandelten Zonen. Der Patient hat dabei vor allem in den betroffenen Zonen ein schneidendes Gefühl was zu Beginn einer Behandlung meist als unangenehm empfunden wird. Das ändert sich jedoch im Lauf der Therapie zu einem Wohlgefühl, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Körper positiv auf die BGM anspricht. Parallel dazu verbessert sich auch der Allgemeinzustand des/der Behandelten. wenn

Wie kann die Bindegewebsmassage eingesetzt werden?

Da BGM deutlich Einfluss auf Gewebespannungen in der Subkutis nimmt, diese und damit verbundene Schmerzzustände auflöst, (wobei es zu einer Entsäuerung des Gewebes kommt) und aufgrund seiner reflektorischen Wirkung auf entfernt liegende Gebiete und Organe kann man beobachten, dass u.a. folgende Beschwerden gut auf diese Massagetechnik ansprechen:

•  Schmerzen verschiedener Art, zum Beispiel Migräne

•  Durchblutungsstörungen der Beine (das hat die Begründerin der BGM, Fr. Dicke, an sich selbst herausgefunden und konnte damit ihr Bein vor einer Amputation retten.)

•  Magen-Darm, Leber und Gallestörungen nach Entzündungen

•  Beschwerden und starke Schmerzen bei der Menstruation

Entstehungsgeschichte der BGM

Die moderne Bindegewebsmassage wurde Ende der 20er Jahre von der Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Frau Dicke litt selbst an einer Behinderung, die zu einer Beinamputation hätte führen können. In ihrer Verzweiflung behandelte sie ihre heftigen Rückenschmerzen durch intensives Streichen am Beckenkamm und am Kreuzbein. Darauf verspürte sie in ihrem kranken, gefühllosen Bein unerwarteter weise ein Kribbeln und Stechen, die Schmerzen besserten sich, das Bein erholte sich.
 
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