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Die willkürliche Skelettmuskulatur ist das größte Einzelorgan im menschlichen Körper. Es besteht aus ca. 400 Muskeln. Jeder einzelne dieser Muskeln kann Triggerpunkte entwickeln, die Schmerz gewöhnlich in eine andere Region des Körpers übertragen. Ein myofaszialer Triggerpunkt ist vorhanden, wenn die Dehnbarkeit eines Muskels lokal eingeschränkt ist. Indem man versucht, sie durch punktuell angewendeten Druck zu strecken, kann man eine Linderung der Beschwerden erreichen. Wird die lokale Dehnbarkeit des Muskels wieder vollständig hergestellt, ist der Betroffene zumindest von dieser Ursache für seine Beschwerden befreit.
Triggerpunkte sind erstaunlich weit verbreitet und werden bei nahezu jedem irgendwann zu einem schmerzenden Bestandteil im täglichen Leben. Noch weiter verbreitet sind latente Triggerpunkte, die Steifigkeit und eingeschränkte Beweglichkeit verursachen können.
Viele Menschen ertragen bohrende Triggerpunktschmerzen. Wenn nicht erkannt wird, dass das Muskelgewebe hinter diesen Schmerzen steckt, können durch diese Schmerzen Herzbeschwerden vorgetäuscht werden. Da dem Herz nichts fehlt, werden die Symptome schließlich als neurotisch oder psychosomatisch diagnostiziert, was den Betroffenen zusätzlich frustriert, da dieser ja den Schmerz deutlich spürt.
Zur Behandlung bedarf es einer entsprechenden Verordnung seitens des Arztes.
Bei der Behandlung wird mittels Finger oder eines entsprechenden Triggerpunktknochens der Punkt gedrückt, was zunächst den Schmerz erhöht. Typisch für einen schmerzhaften Triggerpunkt ist, dass die lokale Empfindlichkeit kurz darauf nachlässt oder ganz verschwindet. Haben die Beschwerden schon eine längere Zeit bestanden (Monate oder Jahre), lassen die Schmerzen insgesamt nicht so schnell nach und erfordern daher mehrere Behandlungen.
Im Anschluss an eine Triggerpunkttherapie ist es sinnvoll das behandelte Areal mit heißen Packungen zu behandeln. Das hilft dabei, das nach einer Behandlung häufig auftretende Katergefühl zu mindern, bzw. ganz zu verhindern.
Weitere unterstützende Maßnahmen sind 1. gezielte Muskeldehnungen am Ende der Behandlung, um den Muskeln zu "zeigen", dass ihnen wieder ihr vollständiges Bewegungsausmaß zur Verfügung steht, sowie 2. der Verzicht auf Essen für den Rest des Tages. Im Idealfall trinkt der Betroffene nur noch Leitungswasser. Essensverzicht und Wassertrinken sowie die Wärmetherapie fördern die Regenerationsprozesse im behandelten Gewebe, da 1. insgesamt mehr Blut für den lokalen Stoffwechsel zur Verfügung steht, weil es nicht von den Verdauungsorganen beansprucht wird und 2. die gezielte Überwärmung für eine bessere Durchblutung und damit auch einen erhöhten Stoffwechsel im Bereich des behandelten Areals sorgt. |